Jeden Tag prüfen Millionen Menschen ihr Bankkonto, shoppen online und teilen Fotos — oft alles vom selben Smartphone aus. Cyberkriminelle wissen das, und die meisten Angriffe richten sich gegen ganz normale Nutzer — mit erstaunlich einfachen Tricks. Die gute Nachricht: Für grundlegende Cybersicherheit muss man kein Experte sein; ein paar Alltagsgewohnheiten schützen vor dem Großteil aller Angriffe.
Starke, einzigartige Passwörter als Basis
Die weltweit meistgenutzten Passwörter sind immer noch „123456" und „password". Wird ein Konto gehackt, sind alle anderen Konten mit demselben Passwort ebenfalls gefährdet. Verwenden Sie für jedes wichtige Konto ein langes, einzigartiges Passwort — ein Satz aus vier oder fünf zufälligen Wörtern ist stark und gut merkbar. Noch besser: Ein Passwort-Manager erzeugt und speichert komplexe Passwörter für Sie, sodass Sie nur ein Master-Passwort brauchen.
Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren
Selbst das beste Passwort kann bei einer Datenpanne gestohlen werden. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung fügt eine zweite Prüfung hinzu — meist einen Code aus einer App auf Ihrem Handy — bevor sich jemand anmelden kann, sodass ein Dieb mit nur Ihrem Passwort trotzdem nicht hineinkommt. Aktivieren Sie 2FA für E-Mail, Bank, soziale Netzwerke und Cloud-Speicher, und nutzen Sie wenn möglich eine Authenticator-App statt SMS-Codes.
Phishing erkennen, bevor es Sie erwischt
Phishing ist die häufigste Art, gehackt zu werden: eine gefälschte E-Mail oder Nachricht, die wie Ihre Bank, ein Paketdienst oder ein Kollege aussieht und Sie drängt, einen Link anzuklicken oder Ihr Konto zu „verifizieren". Warnsignale: Dringlichkeit („Jetzt handeln!"), unerwartete Anhänge und leicht falsch geschriebene Absenderadressen. Klicken Sie niemals auf Links in verdächtigen Nachrichten — gehen Sie direkt auf die offizielle Website.
Vorsicht bei öffentlichem WLAN
Gratis-WLAN in Cafés und Flughäfen ist praktisch — und ein beliebtes Jagdrevier für Angreifer, die ungeschützten Datenverkehr mitlesen können. Vermeiden Sie Bank-Logins oder Kartenzahlungen in öffentlichen Netzen. Wenn Sie sich verbinden müssen, nutzen Sie ein seriöses VPN, das Ihren Datenverkehr verschlüsselt, und achten Sie auf https:// in der Adressleiste.
Alles aktuell halten — und Backups machen
Diese lästigen Software-Updates sind meist Sicherheits-Patches, die Lücken schließen, die Angreifer bereits kennen. Aktivieren Sie automatische Updates auf Handy, Computer und Browser. Und schließlich: Halten Sie ein Backup Ihrer wichtigen Dateien bereit — auf einer externen Festplatte oder in verschlüsseltem Cloud-Speicher — damit ein verlorenes Handy oder ein Ransomware-Angriff Ihre Fotos und Dokumente nicht auslöscht.