Das Auto gehört zu den größten Anschaffungen unseres Lebens — und trotzdem vernachlässigen viele Fahrer die kleinen, günstigen Aufgaben, die es gesund halten. Die gute Nachricht: grundlegende Autowartung ist nicht kompliziert, und man muss kein Mechaniker sein. Ölstand prüfen, Reifen richtig aufpumpen und auf Warnsignale achten — das spart Tausende an Reparaturkosten und hält Sie sicher unterwegs.
Ölwechsel rechtzeitig durchführen
Motoröl schmiert Hunderte beweglicher Teile, und altes Öl verwandelt sich in Schlamm, der den Motor erstickt. Prüfen Sie einmal im Monat den Ölmessstab: das Öl sollte bernsteinfarben und geschmeidig aussehen, nicht schwarz und körnig. Die meisten Autos brauchen alle 8.000–12.000 km einen Ölwechsel, also etwa ein- bis zweimal im Jahr — das genaue Intervall steht in der Betriebsanleitung. Ölwechsel zu überspringen ist der schnellste Weg, einen Motor zu ruinieren.
Reifen: Luftdruck, Profil und Rotation
Reifen mit zu wenig Luft verbrauchen mehr Sprit, nutzen sich schneller ab und haften bei Regen schlechter. Kaufen Sie einen günstigen Reifendruckprüfer und kontrollieren Sie monatlich: der richtige Druck steht auf dem Aufkleber im Türrahmen der Fahrerseite, nicht auf dem Reifen selbst. Zum Prüfen des Profils hilft der Münztrick: Ist die Münze in der Rille vollständig sichtbar, ist der Reifen fällig. Ersetzen Sie jeden Reifen, der älter als sechs Jahre ist — auch wenn er noch gut aussieht.
Batterie gesund halten
Autobatterien halten drei bis fünf Jahre und geben meist ohne Vorwarnung auf — oft am kältesten Morgen des Jahres. Schauen Sie ab und zu unter die Motorhaube: weißer oder grünlicher Belag auf den Polen bedeutet Korrosion, die sich mit Wasser und Natron entfernen lässt. Springt der Motor nur mühsam an, lassen Sie die Batterie testen — die meisten Händler machen das kostenlos. Bewahren Sie Starthilfekabel im Kofferraum auf; das kostet weniger als ein Abschleppdienst.
Bremsen und Flüssigkeiten
Ihre Bremsen sprechen mit Ihnen: Ein hohes Quietschen beim Bremsen bedeutet meist abgenutzte Bremsbeläge, und ein metallisches Schleifgeräusch, dass Sie zu lange gewartet haben. Prüfen Sie einmal im Monat auch die einfachen Flüssigkeiten: Kühlmittel, Bremsflüssigkeit und Scheibenwaschwasser. Zu wenig Kühlmittel führt zu Überhitzung, die den Zylinderkopf in Minuten verziehen kann. Öffnen Sie niemals den Kühlerdeckel bei heißem Motor.
Warnleuchten im Armaturenbrett verstehen
Eine dauerhaft leuchtende Motorkontrollleuchte bedeutet „bald prüfen lassen“; eine blinkende Motorkontrollleuchte bedeutet: so bald wie möglich sicher anhalten. Rote Warnleuchten — Öldruck, Kühlmitteltemperatur, Batterie — heißen: Fahrt beenden und Hilfe rufen. Auch seltsame Gerüche zählen: Ein süßlicher Geruch kann ein Kühlmittelleck bedeuten. Führen Sie eine Liste der Ölwechsel in Ihrem Handy; das hilft dem Mechaniker und schützt den Wiederverkaufswert.